Altai

Genuss-Trekking in Zentralasien

Die russische Republik Altai liegt im nördlichen Altaigebirge und grenzt an Kasachstan, China und die Mongolei. Wir verbringen 14 aufregende Tage im Altai und erkunden das Land der unberührten Natur, der archäologischen Geheimnisse und der alten Traditionen!


Unsere Erlebnisreise legt den Schwerpunkt auf faszinierende Landschaften und die Beobachtung von Wildtieren, Off-Road-Fahrten und Wanderungen, Zusammentreffen mit Einheimischen und das Kennenlernen ihrer Traditionen. Sie ist auch eine gewisse körperliche Herausforderung – einige der fantastischen Aussichtspunkte sind nur zu Fuß erreichbar. Fast an jedem Tag unserer Abenteuertour erkunden wir einen neuen Ort und lernen die ganze Vielfalt der Natur im Altai kennen: Berggipfel mit ewigem Schnee, weite Steppen, dichte Wälder und grüne Täler, enge Felsschluchten und Hochgebirgsseen.

Wir beobachten wilde Tiere und Vögel – Murmeltiere, Ziesel, wilde Schafe und Ziegen, Füchse, Adler, Geier, Schwarzmilane, Kraniche und viele andere Arten. Der Altai bietet ein Zuhause für viele seltene und bedrohte Tiere. In Begleitung eines Nationalpark-Rangers werden wir Wildkameras überprüfen, um zu sehen, welche Wildtiere vor kurzem unseren Weg gekreuzt haben.

Die Jahrtausende alte Geschichte des Altai lässt uns nicht los und wir erkunden alte Felsmalereien, Grabsteine und Hügelgräber. Dank der Unberührtheit des Landes sind sie nahezu in ursprünglichen Zustand erhalten. Viele von ihnen bergen immer noch ungelöste Rätsel für die Wissenschaft, gehen doch einige von ihnen zurück bis zur mysteriösen Zivilisation der sibirischen Skythen (5. bis 2. Jahrhundert v. Chr.).

Doch wir lernen auch die Lebensweise moderner Nomaden kennen. Es gibt immer wieder Gelegenheit, die Menschen vor Ort kennenzulernen und so besser ihre Traditionen und Bräuche zu verstehen.

Komm mit auf diese Tour und mach deinen Urlaub zu einem echten Outdoor-Erlebnis!

Die 14 Erlebnistage

Tag 1: Gorno-Altaisk

In der Früh werden wir von der lokalen Partneragentur am Flughafen abgeholt. Im Hotel angekommen haben wir ein wenig Zeit, uns von der Reise zu erholen. Später geht’s dann zum National-Museum der Republik Altai. Hier ist das Sibirische Eis-Mädchen ausgestellt (auch bekannt als Prinzessin von Ukok), eine Frauenmumie aus dem 5. Jhdt v.Chr. Sie gilt als einer der bedeutendsten archäologischen Funde Russlands. Am Abend gibt’s ein gemeinsames Essen in einer Jurte, begleitet vom Konzert eines Kehlkopfsängers (Kaichi).

Ü: Hotel | Autofahrten in der Stadt | keine Wanderungen

Tag 2: Karakol-Tal

Nach dem Frühstück besuchen wir das Grenzbüro um unsere Genehmigungen für die Reise ins russisch-mongolische Grenzgebiet zu bekommen. Dann geht’s los auf dem Chuysky Trakt, den das National Geographic Magazine als eine der schönsten Straßen weltweit nennt. Natürlich machen es immer wieder Stopps an den interessanten Plätzen. Nach dem Mittagessen besuchen wir das Karakol-Tal, das bei den Bewohnern des Altai als heiliger Ort gilt. Wir genießen den wunderbaren Ausblick und bewundern die historischen Denkmäler verschiedener Epochen: Felsmalereien, Grabsteine und Hügelgräber.

Am Abend besuchen wir wieder ein Kaichi-Konzert. Die Nacht verbringen wir in einer Privatunterkunft, wo wir Einblick ins tägliche Leben und die Bräuche der Altai-Bewohner bekommen.

Ü: Gästehaus | 200 km Asphalt | gemütliches Gehen

Tag 3: Kurai-Steppe

Heute fahren wir weiter entlang einer der schönsten Straßen weltweit. Es gibt viele spannende Dinge zu entdecken, die Ausblicke sind beeindruckend und die Landschaft lässt das Fotografenherz höher schlagen. Wir überqueren den Chiketaman-Pass, kommen zum Zusammenfluss der Flüsse Chuya und Katun, sehen die faszinierenden Katun-Terrassen und die alte Hängebrücke von Inya, eine etwas ältere „Schwester“ der Golden-Gate-Bridge, zur Bauzeit 1936 eine revolutionäre architektonische Leistung.

Während das Mittagessen zubereitet wird, besuchen wir die bedeutenden Felsmalereien von Kalbak-Tash.

Am Abend erreichen wir die Kurai-Steppe, eine schöne Beckenlandschaft, von wo sich je nach Wetterlage beeindruckende Ausblicke auf den mächtigen Nördlichen Chuya-Kamm mit ewigem Schnee und Gletschern auftun. Hier gibt es auch das interessante geologische Phänomen der Strömungsrippel zu bestaunen.

Unsere erste Campingnacht verbringen wir an einem der malerischsten Orte in der Kurai-Steppe.

Ü: Zelt | 200 km Asphalt | gemütliches Gehen

Tag 4: Kuyektanar-Seen

Heute stehen wir früh auf. Wenn das Wetter passt, sehen wir, wie die ersten Sonnenstrahlen schneebedeckte Berge rosig färben und Sonnenlicht die Steppe durchflutet.

Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen und kommen nach kurzer Fahrt zu einem neuen Ziel. Wir lassen unser Gepäck in den Gästehäusern und machen einen Tagesausflug zu den Kuyektanar-Seen.

Die Kuyektanar-Seen sind ein ganzes System von miteinander durch Flüsse und Wasserfälle verbundenen Seen. Die ersten beiden Seen sind von schönen Wäldern und Taiga umgeben. Weiter oben beginnen die schroffen Berge (mehr als 2000 Meter hoch). Die Wanderung zum ersten und zweiten See dauert etwa ungefähr 2 Stunden. Der folgende Kilometer bis zum dritten See geht dann durch steiles und unwegsames Gelände und erfordert Trittsicherheit.

Am Abend kehren wir zu den Gästehäusern zurück und genießen die Banja (russische Sauna).

Ü: Gästehaus | 40 km Asphalt | intensives Wandern (10 km)

Tag 5: Rote Berge

Am Morgen geht es weiter zu den Roten Bergen von Kyzyl-Chin. Dieser Ort wird nicht zu Unrecht auch "Mars auf Erden“ genannt. Tonschichten in Gelb, Weiß, Orange, Rot und Violett lassen die Hügel wie aus einer fantastischen Welt wirken.

Wir erkunden den sogenannten Mars-1, machen Mittagspause und widmen uns anschließend dem Mars-2. Unser Weg führt entlang eines Flusses, der sich in den roten Hügeln gebildet hat, und bietet bemerkenswerte Ausblicke auf die gestreiften Berge des Altai.

Ü: Zelt | 30 km Autofahrt | intensives Wandern (8 km)

Tag 6: Weiter ins Gebirge Richtung Südlichem Chuya-Kamm

Wer heute früh aufsteht, wird mit einem unvergesslichen Anblick belohnt:  Die ersten Sonnenstrahlen wecken Kyzyl-Chin auf und der Hügel leuchtet in allen Farben.

Wir fahren heute tiefer ins Gebirge zum Südlichen Chuya-Kamm und passieren Gebiete, die mit weißen Lehmschichten bedeckt sind und einer Mondlandschaft ähneln.

Wir werden das 2013 durch ein Erdbeben stark zerstörte und heute verlassene Dorf Beltir sehen. Nach Beltir beginnt auf dem Weg zum Oberlauf des Akkol-Flusses ein echtes Off-Road-Abenteuer. Wir passieren die zwei wunderschönen Seen Akkol (Weißer See) und Karakol (Schwarzer See). Vielleicht begegnet uns sogar das eine oder andere Kamel. Die Nacht verbringen wir am Ufer des Flusses Akkol, hoch in den Bergen, wo es aufgrund der Höhe auch recht kalt werden kann.

Ü: Zelt | 40 km Bergstraße | Wandern: mäßig anstrengend

Tag 7: Wanderung zum Gletscher

Heute erwartet uns eine interessante Wanderung auf die Schneeberge und Gletschers zu. Am Weg bewundern wir die herrliche Aussicht auf den Sophia-Gletscher und die Felsentürme darüber. Wir erreichen Gletschermoräne und bestaunen, wie der Fluss Akkol auf beeindruckende Weise durch den Gletscher gespeist wird.

Nach der Wanderung fahren wir weiter in die Chuya-Steppe, wo wir die Nacht in Jurten verbringen und die Banja genießen.

Ü: Jurten | 55 km Bergstraße | Wandern: intensiv (15 km)

Tag 8: An die Grenze zur Mongolei

Am Morgen fahren wir durch die Chuya-Steppe zu ihrer Nordwestgrenze, umgeben von den strengen Felsbergen des Chikhachev-Kamms.

Während der Überfahrt halten wir an mehreren malerischen Orten und archäologischen Monumenten. Wir fahren entlang des Flusses Yustyd, an dem sich viele alte Grabhügel befinden. Wir halten an und schauen uns die Steinbilder an – Rechtecke, Kreise und andere Figuren, die vor Jahrhunderten von Menschen gemacht wurden und deren Zweck den Wissenschaftlern noch unbekannt ist.

Unser Camp schlagen wir am Ufer des hoch gelegenen und sehr schönen Kindyktykul-Sees auf. Hier ist das Brutgebiet einiger seltener Vogelarten, z. B. Streifengans, Mittelsäger und Schneegeier.

Ü: Zelt | 80 km Bergstraße | Wandern: mäßig anstrengend

Tag 9: Mongolische Landschaften und gewaltige Felsen

Heute führt unsere Tour tiefer in die unberührte Natur. Zu Fuß besteigen wir einen Hügel. Um so hoch wie möglich zu kommen, sind wir den ganzen Tag unterwegs. Aber während des Anstiegs genießen wir einen fantastischen Ausblick auf die schwarzen, schroffen Berge, grüne Seen auf der einen Seite und endlose Steppen auf der anderen.

Ein bisschen tiefer in den Bergen leben Schneeleoparden und Manule (Pallaskatzen).

Wir kommen bis auf weniger als 5 km an der Grenze zur Mongolei.

Ü: Zelte | kein Fahren | Wandern: intensiv (10 km)

Tage 10-11: Nationalpark Sailugem

Heute fahren wir durch die Chuya-Steppe in eine ganz besondere Gegend – in den Nationalpark Sailugem.

In der kleinen Siedlung Kosh-Agach besuchen wir den Markt, wo eine Vielfalt an Souvenirs und Waren aus der Mongolei angeboten werden.

Die kommenden zwei Tage erkunden wir den Sailugem-Park in Richtung der Täler Sarjematy und Bayan Chagan, wo wir wiederum die Möglichkeit haben, wunderschöne Landschaften und Tierwelt zu sehen. Der Park bietet für viele wilde Tiere einen geschützten Lebensraum. Wir werden Argali-Wildschafe, Murmeltiere, Ziesel und Raubvögel beobachten und fotografieren.

Wir wandern zu verschiedenen Aussichtspunkten, wo uns Flüsse, Seen und Berge zu Füßen liegen. Zusammen mit einem Park-Ranger überprüfen wir eine der Wildcams. Es ist eine einmalige Gelegenheit und wir dürfen sehen, wer in den letzten Stunden unseren Weg gekreuzt hat.

Am Abend des 11. Tages fahren wir ins Besucherzentrum in Chagan-Burgazy, wo wir in Häusern übernachten.

Ü: Zelt/Haus | 50-60 km/Tag Bergstraße | Wandern: mäßig anstrengend

Tag 12: Megalith-Komplex von Tarkhata

So traurig es klingt – wir müssen uns wieder auf den Heimweg machen. Doch dafür entschädigt uns die schöne Strecke, die viele interessante Zwischenstopps bietet.

Wir besuchen den Steinkreis von Tarkhata. Hier sind riesige Steine in einem Kreis von einem Durchmesser von 60 Metern angeordnet. Einige von ihnen weisen prähistorishe Gravierungen auf. Die meisten Wissenschaftler vermuten hinter der sakralen Kultstätte auch eine Stätte alter astronomischer Beobachtungen.

Ü: Gästehaus | 200 km Asphalt | gemütliches Gehen

Tag 13: Zurück nach Gorno-Altaisk

Heute führt unsere Fahrt entlang des Chuysky Trakt zurück nach Gorno-Altaisk. In der Stadt besuchen wir den Botanischen Garten. Zum Abschied genießen wir noch ein gemeinsames Abendessen.

Ü: Hotel | 260 km Asphalt | kein Wandern

Tag 14: Abschied

Nach dem Frühstück fahren wir zum Flughafen und es geht wieder zurück nach Hause.

Unterkunft:

Wir nächtigen in ganz verschiedenen Unterkünften, aber die meisten Nächte werden wir im Zelt verbringen. Manchmal gibt es die Gelegenheit in Jurten zu wohnen, manchmal auch in Häusern. Dort haben wir auch hin und wieder das Vergnügen einer russischen Banja. Die erste und die letzte Nacht verbringen wir im Hotel in Gorno-Altaisk.

Fitness:

Die meisten Orte sind einfach zu erreichen, trotzdem ist eine gewisse Grundkondition und Wandererfahrung notwendig, da auch eine ganztägige Wanderung im Programm vorgesehen ist.

Verpflegung:

Vollverpflegung, also drei Mahlzeiten am Tag, zubereitet am Lagerfeuer oder in der Küche. Zum Frühstück gibt es meist Porridge oder Eier, Topfen, Joghurt, Brot oder Käse. Dazu Kaffee und Tee. Zu Mittag Sandwiches, evtl. Obst und Gemüse, und abends ein warmes Gericht aus Fleisch und Gemüse, dazu nach Möglichkeit Suppe und Salat. Am Lagerfeuer kochen wir auch gerne Tees aus frisch gepflückten Kräutern.

Wetter:

Im Juli liegen die Temperaturen zwischen 15 und 28 °C. In der Nacht sind kaum Temperaturen unter Null zu erwarten.
Im August ist es etwas kühler, 10-25 °C. In der Nacht fällt die Temperatur vielleicht auch mal unter Null.
Regen ist immer möglich.

Transport:

Wir sind mit gut ausgerüsteten Allrad-Fahrzeugen unterwegs.

Leistungen

Inkludierte Leistungen:

  • Alle Nächtigungen (Jurten, Hotel, Gästehäuser)
  • Camping-Ausrüstung (Zelte, Unterlagsmatten)
  • Vollverpflegung (3 Mahlzeiten)
  • Nichtalkoholische Getränke
  • Transport lt. Programm
  • alle Eintritte, Gebühren und Genehmigungen
  • Einladung und Visa-Registrierung

Nicht inkludierte Leistungen:

  • Anreise nach Gorno-Altaisk
  • Versicherungen (Krankheit, Storno, Reise)
  • Persönliche Ausgaben (Souvenirs etc.)
  • Schlafsack (kann auf Anfrage auch ausgeborgt werden)
  • Alkoholische Getränke
  • Russisches Visum

Termine & Preise

Termin 2020

19. Juli - 1. August 2020

Preis pro Person bei 9 oder 12 Teilnehmern:

EUR 1.550,- ab Gorno-Altaisk.
Kleingruppen-Zuschlag bei 4-5 Teilnehmern: EUR 450,-
Kleingruppen-Zuschlag bei 6-7 Teilnehmern: EUR 250,-

Zuschlag für Einzelzelt: EUR 30,-
Einzelzimmerzuschlag für die 2 Hotelnächte: EUR 50,-
Einzelzimmerbelegung in den anderen Unterkünften kann nicht garantiert aber evtl. vor Ort arrangiert werden.

Teilnehmerzahl:

4-12 Teilnehmer

Anfrage



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