Altai

Genuss-Wandern in Zentralasien

Die russische Republik Altai liegt im nördlichen Altaigebirge und grenzt an Kasachstan, China und die Mongolei. Wir verbringen 13 aufregende Tage im Altai und erkunden das Land der unberührten Natur, der archäologischen Geheimnisse und der alten Traditionen!


Unsere Erlebnisreise legt den Schwerpunkt auf faszinierende Landschaften und die Beobachtung von Wildtieren, Off-Road-Fahrten und Wanderungen, Zusammentreffen mit Einheimischen und das Kennenlernen ihrer Traditionen. Sie ist auch eine gewisse körperliche Herausforderung – einige der fantastischen Aussichtspunkte sind nur zu Fuß erreichbar. Fast an jedem Tag unserer Abenteuertour erkunden wir einen neuen Ort und lernen die ganze Vielfalt der Natur im Altai kennen: Berggipfel mit ewigem Schnee, weite Steppen, dichte Wälder und grüne Täler, enge Felsschluchten und Hochgebirgsseen.

Wir beobachten wilde Tiere und Vögel – Murmeltiere, Ziesel, wilde Schafe und Ziegen, Füchse, Adler, Geier, Schwarzmilane, Kraniche und viele andere Arten. Der Altai bietet ein Zuhause für viele seltene und bedrohte Tiere. In Begleitung eines Nationalpark-Rangers werden wir Wildkameras überprüfen, um zu sehen, welche Wildtiere vor kurzem unseren Weg gekreuzt haben.

Die Jahrtausende alte Geschichte des Altai lässt uns nicht los und wir erkunden alte Felsmalereien, Grabsteine und Hügelgräber. Dank der Unberührtheit des Landes sind sie nahezu in ursprünglichen Zustand erhalten. Viele von ihnen bergen immer noch ungelöste Rätsel für die Wissenschaft, gehen doch einige von ihnen zurück bis zur mysteriösen Zivilisation der sibirischen Skythen (5. bis 2. Jahrhundert v. Chr.).

Doch wir lernen auch die Lebensweise moderner Nomaden kennen. Es gibt immer wieder Gelegenheit, die Menschen vor Ort kennenzulernen und so besser ihre Traditionen und Bräuche zu verstehen.

Komm mit auf diese Tour und mach deinen Urlaub zu einem echten Outdoor-Erlebnis!

Die 13 Erlebnistage

Tag 1: Gorno-Altaisk

In der Früh werden wir von der lokalen Partneragentur am Flughafen abgeholt. Im Hotel angekommen haben wir ein wenig Zeit, uns von der Reise zu erholen. Später geht’s dann zum National-Museum der Republik Altai. Hier ist das Sibirische Eis-Mädchen ausgestellt (auch bekannt als Prinzessin von Ukok), eine Frauenmumie aus dem 5. Jhdt v.Chr. Sie gilt als einer der bedeutendsten archäologischen Funde Russlands. Am Abend gibt’s ein gemeinsames Essen in einer Jurte, begleitet vom Konzert eines Kehlkopfsängers (Kaichi).

Ü: Hotel | Autofahrten in der Stadt | Stadtspaziergang

Tag 2: Inegen

Nach dem Frühstück besuchen wir das Grenzbüro, um unsere Genehmigungen für die Reise ins russisch-mongolische Grenzgebiet zu bekommen. Dann geht’s los auf dem Chuysky Trakt, den das National Geographic Magazine als eine der schönsten Straßen weltweit nennt und der Russland mit der Mongolei verbindet. Natürlich machen es immer wieder Stopps an den interessanten Plätzen, wie zum Beispiel am Seminsky-Pass und am Chiketaman-Pass. Wir genießen den wunderbaren Ausblick auf den Zusammenfluss der wichtigsten Flüsse des Altai: Chuya und Katun. Schließlich erreichen wir das kleine Dorf Inegen, wo wir die Nacht in privaten Gästehäusern verbringen.

Ü: Gästehaus | 290 km Asphalt | gemütliches Gehen

Tag 3: Kurai-Steppe

Heute fahren wir weiter entlang einer der schönsten Straßen weltweit. Es gibt viele spannende Dinge zu entdecken, die Ausblicke sind beeindruckend und die Landschaft lässt das Fotografenherz höher schlagen. Wir besuchen die bedeutenden Felsmalereien und Petroglyphen von Kalbak-Tash.

Am Abend erreichen wir die Kurai-Steppe, eine schöne Beckenlandschaft, von wo sich je nach Wetterlage beeindruckende Ausblicke auf den mächtigen Nördlichen Chuya-Kamm mit ewigem Schnee und Gletschern auftun.

Die kommenden zwei Nächte verbringen wir in Gästehäusern mitten in der Kurai-Steppe.

Ü: Gästehaus | 130 km Asphalt | gemütliches Gehen

Tag 4: Jangyzkol-See

Heute widmen wir uns der Erkundung der Kurai-Steppe - dem einzigen Ort im Altai, an dem der Kamm mit seinen 4000 m hohen Bergen direkt von der Steppe aufragt. Wir durchqueren die Steppe, wobei wir an vielen alten Kurgans (Grabhügel) vorbeikommen. Hier gibt es auch das interessante geologische Phänomen der Strömungsrippel zu bestaunen. Unser Hauptziel ist der Jangyzkol-See der mit den sich in der Seeoberfläche spiegelnden Gipfeln im Hintergrund ein wunderbares Fotomotiv abgibt. Weiter geht's auf dem Eshtykol-Plateau bis zu einem weiteren See, von wo wir einen ganz anderen Blick auf den Nord-Chuya-Kamm haben. Plötzlich tun sich vor uns andere 4000er mit riesigen Gletschern auf.

Ü: Gästehaus | 60 km Bergstraße | gemütliches Wandern

Tag 5: Kuyektanar-Seen

Heute stehen wir früh auf. Wenn das Wetter passt, sehen wir, wie die ersten Sonnenstrahlen schneebedeckte Berge rosig färben und Sonnenlicht die Steppe durchflutet.

Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen und kommen nach kurzer Fahrt zu einem neuen Ziel. Wir lassen unser Gepäck in den Gästehäusern und machen einen Tagesausflug zu den Kuyektanar-Seen.

Die Kuyektanar-Seen sind ein ganzes System von miteinander durch Flüsse und Wasserfälle verbundenen Seen. Die ersten beiden Seen sind von schönen Wäldern und Taiga umgeben. Weiter oben beginnen die schroffen Berge (mehr als 2000 Meter hoch). Die Wanderung zum ersten und zweiten See dauert etwa ungefähr 2 Stunden. Der folgende Kilometer bis zum dritten See geht dann durch steiles und unwegsames Gelände und erfordert Trittsicherheit.

Am Abend kehren wir zu den Gästehäusern zurück und genießen die Banja (russische Sauna).

Ü: Gästehaus | 40 km Asphalt | anspruchsvolleres Wandern (10 km)

Tag 6: Rote Berge, Mars und Mond

Am Morgen geht es weiter zu den Roten Bergen von Kyzyl-Chin. Dieser Ort wird nicht zu Unrecht auch "Mars auf Erden“ genannt. Tonschichten in Gelb, Weiß, Orange, Rot und Violett lassen die Hügel wie aus einer fantastischen Welt wirken.

Wir erkunden den sogenannten Mars-1, machen Mittagspause und widmen uns anschließend dem Mars-2. Unser Weg führt entlang eines Flusses, der sich in den roten Hügeln gebildet hat, und bietet bemerkenswerte Ausblicke auf die gestreiften Berge des Altai. Schließlich sehen wir auch noch die wegen ihrer weißen Lehmschichten Mond genannten Landschaften, bevor wir die seit einem Erdbeben 2003 zerstörte und verlassene Siedlung Beltir erreichen.

Ü: Gästehaus | 60 km Off-road | gemütliches Wandern

Tag 7: Kamtytugem-Tal

Nach dem Frühstück packen wir und fahren zu unserem nächsten Ziel - dem Kamtytugem-Tal, was soviel heißt wie schamanisches Lärchental. In diesem wunderschönen Tal wachsen ganz besondere Lärchen, die von Schamanen für die Rituale verwendet werden. Vor nicht allzu langer Zeit fanden die Einheimischen in einer der Höhlen einen Sarkophag mit sehr gut erhaltenen Gegenständen, einen einzigartig dekorierten Köcher und Pfeile mit Eisenspitzen, Utensilien aus Baumwurzeln und Reste von Seidenbändern. Das Kamtytugem-Tal ist der Lebensraum des sehr seltenen und scheuen Schneeleoparden. Auf dem Weg ins Tal besuchen wir eine Pferdefarm, wo wir den ziemlich komplizierten Prozess des Melkens einer Stute beobachten und das Nationalgetränk Koumiss – vergorene Stutenmilch – probieren können.

Ü: Gästehaus | 56 km Asphalt, 40 km Bergstraße | Wandern: mäßig anstrengend

Tag 8: Kamtytugem-Tal

Heute machen wir einen Tagesausflug zum Oberlauf des Flusses Kamtytygem. Wir wandern zu einem Bergsee und wunderschönen Wasserfall, wo bereits die Baumgrenze beginnt. Menschen sind seltene Gäste in dieser Gegend. Wir halten Ausschau nach Kratzspuren von Schneeleoparden an den Bäumen – durch territoriale Markierungen kommunizieren sie miteinander. Wir werden auch Wildkameras überprüfen, die auf den Pfaden des scheuen Schneeleoparden installiert sind, und mit etwas Glück bekommen wir ein neues Bild oder Video von diesem wunderschönen Tier. 

Ü: Gästehaus | kein Fahren | anspruchsvolleres Wandern (9 km)

Tag 9: Chuya-Steppe

Wir beginnen den Tag mit der Fahrt durch die Chuya-Steppe. Unser nächstes Ziel ist der Sailugem Nationalpark im Süden der Steppe, das Zentrum des Wildtiertourismus der Region. Unterwegs besuchen wir das lokale Museum im Dorf Kokorya, wo wir viel über die Geschichte der Region erfahren und uns interessante archäologische Funde ansehen. Weiter geht's zu einem atemberaubenden Aussichtspunkt auf ein weiteres "Rotes Gebirge" und schließlich besuchen wir noch alte, gut versteckte Petroglyphen. Wir übernachten im Besucherzentrum des Sailugem-Nationalparks in Chagan-Byrgazy.

Ü: Gästehaus | 80 km Bergstraße | gemütliches Wandern

Tag 10: Nationalpark Sailugem

Heute reisen wir innerhalb des Sailugem-Parks in Richtung des Bayan-Chagan-Tals, wo wir wieder wunderschöne Landschaften und wild lebende Tiere beobachten. Der Park bietet für viele wilde Tiere einen geschützten Lebensraum. Wir werden Argali-Wildschafe, Murmeltiere, Ziesel und Raubvögel beobachten und fotografieren. Bei verschiedenen Aussichtspunkten liegen uns Flüsse, Seen und Berge zu Füßen. Zusammen mit einem Park-Ranger überprüfen wir eine der Fotofallen. Es ist eine einmalige Gelegenheit und wir dürfen sehen, wer in den letzten Stunden unseren Weg gekreuzt hat. Die Übernachtung ist im Besucherzentrum des Sailugem-Nationalparks in Chagan-Byrgazy.

Ü: Gästehaus | 50-60 km Bergstraße | anstrengenderes Wandern (7 km)

Tag 11: Megalith-Komplex von Tarkhata

So traurig es klingt – wir müssen uns wieder auf den Heimweg machen. Doch dafür entschädigt uns die schöne Strecke entlang des Chuysky Trakt, die viele interessante Zwischenstopps bietet.

Wir besuchen den Steinkreis von Tarkhata. Hier sind riesige Steine in einem Kreis von einem Durchmesser von 60 Metern angeordnet. Einige von ihnen weisen prähistorishe Gravierungen auf. Die meisten Wissenschaftler vermuten hinter der sakralen Kultstätte auch eine Stätte alter astronomischer Beobachtungen.

Ü: Gästehaus | 190 km Bergstraße | gemütliches Wandern

Tag 12: Zurück nach Gorno-Altaisk

Heute führt unsere Fahrt entlang des Chuysky Trakt zurück nach Gorno-Altaisk. In der Stadt besuchen wir den Botanischen Garten. Zum Abschied genießen wir noch ein gemeinsames Abendessen.

Ü: Hotel | 330 km Asphalt | kein Wandern

Tag 13: Abschied

Nach dem Frühstück fahren wir zum Flughafen und es geht wieder zurück nach Hause.

Unterkunft:

Wir nächtigen in verschiedenen Unterkünften, aber die meisten Nächte werden wir in einfachen privaten Gästehäusern oder anderen Holzhütten verbringen. Dort haben wir auch fast jeden Tag das Vergnügen einer russischen Banja um uns zu waschen. Die erste und die letzte Nacht verbringen wir im Hotel in Gorno-Altaisk. Zeltnächte sind bei dieser Tour keine dabei.

Fitness:

Die meisten Orte sind einfach zu erreichen, trotzdem ist eine gewisse Grundkondition und Wandererfahrung notwendig, da auch eine ganztägige Wanderung im Programm vorgesehen ist. Alle Wanderungen führen wieder zum Ausgangspunkt zurück, man ist also nur mit Tagesgepäck unterwegs.

Verpflegung:

Vollverpflegung, also drei Mahlzeiten am Tag, zubereitet von unserer Köchin. Manchmal besuchen wir auch lokale Cafés. Zum Frühstück gibt es meist Porridge oder Eier, Topfen, Joghurt, Brot oder Käse. Dazu Kaffee und Tee. Zu Mittag Sandwiches, evtl. Obst und Gemüse, und abends ein warmes Gericht aus Fleisch und Gemüse, dazu nach Möglichkeit Suppe und Salat.

Wetter:

Im Juli liegen die Temperaturen zwischen 15 und 28 °C. In der Nacht sind kaum Temperaturen unter Null zu erwarten.
Im August ist es etwas kühler, 10-25 °C. In der Nacht fällt die Temperatur vielleicht auch mal unter Null.
Regen ist immer möglich.

Transport:

Wir sind mit gut ausgerüsteten Allrad-Fahrzeugen unterwegs.

Leistungen

Inkludierte Leistungen:

  • Alle Nächtigungen (Hotel, Gästehäuser)
  • Vollverpflegung (3 Mahlzeiten)
  • Nichtalkoholische Getränke
  • Transport lt. Programm
  • alle Eintritte, Gebühren und Genehmigungen
  • Einladung und Visa-Registrierung

Nicht inkludierte Leistungen:

  • Anreise nach Gorno-Altaisk
  • Versicherungen (Krankheit, Storno, Reise)
  • Persönliche Ausgaben (Souvenirs etc.)
  • Schlafsack empfiehlt sich als Ergänzung zur Bettwäsche in den Gästehäusern (kann auf Anfrage auch ausgeborgt werden)
  • Alkoholische Getränke
  • Russisches Visum

Veranstalter

OOO Kaichi Travel,
656057, kray Altaisky, g. Barnaul
ul. Georgieva d. 25, kv. 29
Russland

Termine & Preise

Termin 2020

22. August - 3. September 2020

Preis pro Person bei 4 bis 12 Teilnehmern:

EUR 1.649,- ab Gorno-Altaisk.

Einzelzimmerzuschlag für die 2 Hotelnächte: EUR 50,-
Einzelzimmerbelegung in den anderen Unterkünften kann nicht garantiert aber evtl. vor Ort arrangiert werden.

Teilnehmerzahl:

4-12 Teilnehmer

Anfrage



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