Novaya Zemlya & Franz-Josef-Land

Kreuzfahrt im Nordpolarmeer

Wir kreuzen entlang der wilden und urzeitlichen Küsten, die von riesigen Gletschern und geschützten Buchten geprägt sind. Wir begeben uns auf die Suche nach den mächtigen Walen, die den Sommer in diesen reichen Gewässern verbringen. Wir besuchen Seevögel- und Walross-Kolonien und treffen den mächtigen Eisbären und die neugierigen Polarfüchse. Wir entdecken historische Orte der Polarerforschung, wie etwa den Eishafen in Novaya Zemlya, wo die Expedition von Barents überwinterte, die Teplitz-Bucht auf Franz-Josef-Land, wo der Herzog der Abruzzen sein Basislager aufgestellt hatte, und das Kap Norwegen, wo Nansen nach dem Versuch den Nordpol zu erreichen an Bord der legendären Fram den Winter verbrachte. Die gesamte Reise wird begleitet von einem Guide, der über großes historisches Wissen verfügt und im Zuge mehrerer Expeditionen schon viel Erfahrung in diesen Breiten gewonnen hat und viel zu erzählen weiß. Auch ein russischer Ornithologe ist mit an Bord, der sein umfangreiches Wissen über die Biologie und Ornithologie der Region gerne mit den Passagieren teilt.


Die 21 Erlebnistage

Tag 1: Arkhangelsk

Flug nach Arkhangelsk (nicht inkludiert).

Transfer zum Hotel (für Passagiere, die mit Gruppenflügen anreisen).

Tag 2: Die "Professor Molkhanov" sticht in See

Stadttour Arkhangelsk. Wir werden insbesondere den Hauptsitz des Nationalparks Russische Arktis sowie das Regionalmuseum besuchen, Institute, die Funde großer historischer Expeditionen zu den Polararchipeln der Barentssee beherbergen, darunter auch seltene Ausstellungsstücke der Expedition des Herzogs der Abruzzen und Willem Barents. Danach werden wir an Bord gehen, die Anker lichten und unsere Fahrt im Weißen Meer beginnen. Die MS Professor Molchanov, ein eisverstärktes Schiff mit einer langen Geschichte im Polarkreuzfahrtstourismus, ist heute Teil der Flotte der Abteilung für Hydrometeorologie und Umweltüberwachung der Russischen Föderation und wird vollständige und ausschließlich unserer Gruppe zur Verfügung stehen. Das Schiff ist 70 Meter lang und bietet komfortable und geräumige Kabinen verschiedener Typen, die Platz für bis zu 50 Passagiere bieten. Unter Umständen werden wir einige Wissenschaftler und Studenten der Arctic Floating University von Arkhangelsk an Bord haben. Sie werden Feldforschungen durchführen, die unsere Expedition noch interessanter machen (die Forschungen werden unser Programm nicht beeinträchtigen, es hat absoluten Vorrang vor den wissenschaftlichen Zielen).

Tage 3-5: Unterwegs in der Barentssee

Wir verlassen das Weiße Meer und erreichen die Barentssee, wo wir nordöstlich in Richtung Novaya Zemlya weiterfahren, um die Süd-Nord-Strömung entlang der Insel bestmöglich zu nutzen.

Tag 6: Novaya Zemlya in Sicht!

Heute Nachmittag werden wir voraussichtlich die Nordostküste von Novaya Zemlya erreichen. Diese Insel war schon immer eines der geheimnisvollsten und unbekanntesten Länder der Erde. Touristen sind hier eine echte Seltenheit. Es ist emotional unglaublich berührend, Gegenden zu sehen, die bisher nur wenige gesehen haben! Der Großteil dieser Region ist für Touristen gesperrt. Nur der nördlichste Teil des russischen Arktis-Nationalparks ist für Besucher zugänglich.

Tage 7-9: Wir erkunden Buchten, Kaps und Inseln

Die Wetterbedingungen, Meer, Eis und Wind bestimmen die Reihenfolge und Durchführbarkeit unserer Besuche. Dazu gehören: Bucht Inostrantsev, Ivanov-Bucht, Oranskiye-Inseln, Kap Zhelaniya, Flissingsky-Kap und Ledyanaya Gavan.

Bucht Inostrantsev: Dieser spektakuläre Fjord beherbergt den Inostrantsev-Gletscher, einen der bedeutendsten auf Novaya Zemlya. Er stammt von der Eiskappe der Nordinsel und erstreckt sich über drei Kilometer. Die Fahrt zwischen dem schwimmenden Eis und die Beobachtung der Gletscher-Kalbung bietet einen einzigartigen Anblick, trotzdem werden wir die Küste auf der Suche nach Eisbären und Seehunden im Auge behalten. In der Nähe gibt es eine kleine Kolonie von Dickschnabellummen.

Ivanov-Bucht: Die weite Bucht mit Tundra-Vegetation und sanften Hügeln ist ideal für einen Spaziergang nach den Tagen auf See. Das erlaubt uns, in die magische Atmosphäre einzutauchen, die nur solche extremen Regionen bieten können.

Oranskiye-Inseln: Die kleinen Inseln vor der Nordküste von Novaya Zemlya sind ein wahres Paradies für Walrosse, die hier in großer Zahl vorhanden sind. Doch auch Eisbären und viele Seevögel lieben dieses artenreiche Gebiet.

Kap Zhelanya: Ein geografisch sehr wichtiger Punkt, da er die Barentssee von der Karasee trennt. Das Kap wurde 1595 im Rahmen der Expedition von Willem Barents besucht, der die Svalbard-Inseln (Spitzbergen) entdeckte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die sowjetische Polarstation während einer Militäroperation von den Nazis zerstört. Heute ist noch eine automatische Wetterstation in Betrieb und einige verlassene Gebäude sind noch vorhanden.

Flissingsky-Kap: Der östlichste Punkt Europas. Dieses von einer steilen Klippe geprägte Kap mit Blick auf die Karasee wurde von Barents nach der niederländischen Stadt Vlissingen benannt.

Ledyanaya Gavan: Einer der mythischen Orte, die wir während unserer Expedition besuchen. Die Mitglieder der Barents-Expedition im Jahr 1596 verbrachten den Winter hier in einfachen Schutzhütten, die mit Holz am Strand gebaut wurden. Im darauffolgenden Sommer mussten sie auf kleinen aus Teilen ihres Schiffes gezimmerten Booten den Kontinent erreichen. Willem Barents starb während dieser Überfahrt.

Tage 10-15: Unterwegs im Archipel Franz-Josef-Land

Wir verlassen Novaya Zemlya in der Nacht und erreichen am Vormittag Franz-Josef-Land. Dieses Archipel ist eines der nördlichsten Landpunkte der Erde und besitzt eine einzigartige arktische Tierwelt, bestehend aus Eisbären, Füchsen, Walrossen, Robben, Narwalen, Belugas, Walen, Seevögeln und den seltenen Elfenbeinmöwen. Das Gebiet ist von riesigen Gletschern und gebirgigen und wilden Inseln geprägt, die von hartnäckigem Packeis umgeben sind. Zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und dem Beginn des 20. Jahrhunderts besuchten viele Expeditionen diese Inseln. Aufgrund ihrer Position im Norden waren sie ein idealer Ausgangspunkt für Entdecker, die den Nordpol zu erreichen versuchten. Zu den wichtigsten zählen die Österreicher Payer und Weyprecht, die 1873 das Archipel entdeckten, der Norweger Nansen, der Engländer Jackson und der Herzog der Abruzzen, Luigi Amedeo. Wie in Novaya Zemlya bestimmen äußere Gegebenheiten wie das Meer, der Wind und das Eis die Reihenfolge und Durchführbarkeit unserer Ausflüge. Dazu gehören: Kap Tegetthoff auf der Hall-Insel, Kap Triest auf der Champ-Insel, die Apollonov-Insel und die Stolichka-Insel, die Teplitz-Bucht und Kap Fligely auf der Rudolf-Insel, Kap Norwegen auf der Jackson-Insel, Tikhaya-Bucht bei der Hooker-Insel, die Bell-Insel und Kap Flora auf der Northbrook-Insel.

Kap Tegetthoff: Das von einem spektakulären Felssporn geprägte Kap ist nach dem Schiff der Weyprecht-Payer-Expedition benannt, die den Archipel entdeckte, wobei sie genau diesen Punkt zuerst erspähte. Es ist eines der wenigen Gebiete der Insel, die eisfrei sind, und man kann an Land gehen. Der Amerikaner Wellmann wählte diesen Punkt, um während der Expedition 1898-99 sein Basislager zu errichten. Wenn es in der Gegend keine Eisbären gibt, können wir den langen, angrenzenden Strand erkunden.

Kap Triest: Entlang der Küste der Insel Champ werden wir auf sehr große, perfekt kugelförmige Felsbrocken treffen, die die Wissenschaftler noch immer nach ihrem genauen Ursprung rätseln lassen. Wir werden versuchen, am Kap Triest an Land zu gehen. Der Name erinnert an die vielen italienischen Matrosen der österreichischen Expedition, die den Archipel entdeckt hat.

Apollonov- und Stolichka-Inseln: Diese kleinen Inseln und das sie umgebende Packeis sind der ideale Lebensraum für eine große Anzahl von Walrossen.

Teplitz-Bucht und Kap Fligely: Die Rudolf-Island ist die nördlichste Insel des Archipels und daher am schwersten zu erreichen. Wenn wir Glück haben, können wir eine Landung am Kap Fligely versuchen, am nördlichsten Punkt Europas, einem weiteren wichtigen geografischen Punkt dieser Expedition. Das eigentliche Ziel unseres Ausflugs ist jedoch die Teplitz-Bucht, eine kleine Bucht, in der die Stella Polare und ihre Crew den Winter 1899-1900 verbrachten. Im darauffolgenden Frühjahr konnte Luigi Amedeo Herzog der Abruzzen wegen Erfrierungen an der Hand nicht an der Expedition teilnehmen, weshalb Umberto Cagni eine kleine Expedition auf Skiern leitete, die bis zum 86. Breitengrad vordrang und den bisherigen Rekord Nansens übertraf.

Kap Norwegen: Seit Nansen den Winter 1895 mit seinem Gefährten Johansen hier verbrachte, gilt dieser Ort als legendär.

Tikhaya-Bucht und Rubini Rock: Gut geschützte Bucht, umgeben von den Gletschern entlang der Küste der Hooker-Insel. Wir besuchen die Überreste der heute aufgegebenen sowjetischen Wetterstation, wo häufig Krabbentaucher anzutreffen sind, die hier eines ihrer Brutgebiete haben. Zurück an Bord geht es weiter zum Rubini Rock, einer der größten Seevogelkolonien auf Franz-Josef-Land. Dieser Basaltfelsen ist über 80 Meter hoch und die Felswände sind bedeckt von über 50.000 brütenden Seevögeln verschiedener Arten bedeckt.

Kap Flora: Kap an der südwestlichen Ecke der Northbrook-Insel. Aufgrund seiner südlichen Lage wurde es von vielen Expeditionen besucht, die sich in die Inselgruppe wagten. In der üppigen Tundra nisten Raubmöwen (Skua) und in der Nähe befinden sich Kolonien von Lummen und Dreizehenmöwen.

Bell-Insel: Die charakteristische glockenförmige Silhouette macht diese kleine Insel zu einer einzigartigen Attraktion. Der Ort ist berühmt für die Expedition von Benjamin Leigh Smith, der hier 1881 eine kleine Hütte baute, die noch heute vorhanden ist.

Tag 16: Zurück nach Süden!

Heute kehren wir Franz-Josef-Land den Rücken zu und nehmen wieder Fahrt gen Süden auf.

Tage 17-19: Auf Hoher See

Wir fahren in der Barentssee in Richtung Arkhangelsk. Wenn die Bedingungen gut sind und wir mit guter Geschwindigkeit unterwegs sind, ist evtl. eine zusätzliche Landung an der Küste der Kanin-Halbinsel möglich.

Tag 20: Landung in Arkhangelsk

Heute werden wir in Archangelsk ankommen und die MS Professor Molchanov verlassen.

Tag 21: Abflug

Abschiednehmen und Transfer zum Flughafen (für Passagiere auf Gruppenflügen).

Flug nach Hause (nicht inkludiert).

Unterkunft:

An den Tagen 1 und 20 sind wir im ****Hotel Novotel Arkhangelsk oder ähnlich untergebracht.
Während der Kreuzfahrt (Tage 2 bis 19) nächtige wir in Kabinen an Bord der MS Professor Molkhanov. Zur Wahl stehen 2-, 3- und 4-Bett-Kabinen in unterschiedlichen Komfortklassen.

Fitness:

Die meisten Orte sind einfach zu erreichen, trotzdem ist eine gewisse Trittsicherheit notwendig. Die Ausflüge an Land dauern selten mehr als drei Stunden.

Verpflegung:

Im Hotel in Arkhangelsk ist Frühstück inkludiert. Während der Kreuzfahrt gibt es Vollverpflegung, also drei Mahlzeiten am Tag.

Klima:

Das Klima ist hoch arktisches Sommerklima, Temperaturen liegen zwischen 0 und 5 Grad Celsius, immer wieder ist mit Wind zu rechnen.

Leistungen

Inkludierte Leistungen:

  • 2 Übernachtungen im Hotel mit Frühstück
  • Flughafentransfer (für Passagiere, die mit Gruppenflügen anreisen)
  • Fahrt an Bord des Schiffes lt. Reiseroute in einer Kabine deiner Wahl
  • Alle Ausflüge und Aktivitäten während der gesamten Reise
  • Drei Mahlzeiten pro Tag während der Kreuzfahrt (ausgenommen Tag 1, 20 und 21)
  • Visa-Support (Einladung und Voucher)
  • Englisch sprechende Guides

Nicht inkludierte Leistungen:

  • Anreise und Abreise nach/von Arkhangelsk
  • Versicherungen (Krankheit, Storno, Reise)
  • Persönliche Ausgaben (Souvenirs etc.)
  • Alkoholische Getränke
  • Russisches Visum
  • nicht angegebene Mahlzeiten

Termine & Preise

Termin 2020

3.-23. August 2020

Preis pro Person:

  • 4-Bett-Kabine mit Gemeinschaftsbad und -WC, 2 untere und 2 obere Schlafkojen: EUR 7.200,-
  • 3-Bett-Kabine mit Gemeinschaftsbad und -WC, 2 untere und 1 obere Schlafkoje: EUR 7.700,-
  • 2-Bett-Kabine mit Gemeinschaftsbad und -WC, 1 untere und 1 obere Schlafkoje: EUR 8.300,-
  • 2-Bett-Kabine mit eigenem Bad und WC, 1 untere und 1 obere Schlafkoje: EUR 8.800,-
  • Superior-Kabine mit eigenem Bad und WC, ein großes Bett für 2: EUR 9.800,-
  • Suite mit eigenem Bad und WC, ein großes Bett für 2, Kabine ist größer als die Superior-Kabine: EUR 11.200,-

Max. Teilnehmerzahl:

ca. 50 Teilnehmer

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